2015

kidsteam_blau

Aus Kinder-Evangelisations-Bewegung wird kids-team

Die Kinder-Evangelisations-Bewegung änderte nach 64 Jahren ihren Namen.

Warum
 der neue Name?

„Obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.“ [1 Kor 9,19]

Paulus scheute keine Mühen und keinen Einsatz, um die rettende Botschaft von Jesus weit hinauszutragen. Er hat sich das Leben und die Umstände seiner Mitmenschen angeschaut und Möglichkeiten entdeckt, wo er mit dem Evangelium anknüpfen konnte.

Motiviert dadurch haben wir wichtige Schlüsselfragen in Angriff genommen: „Wie können wir die missionarische Arbeit unter Kindern stärker fördern? Ist unsere Sprache verständlich? Sind unsere Materialien und unser Auftreten auf dem Stand der Zeit?“

Das Ergebnis dieses Prozesses ist eine prägnanter formulierte Vision und Mission (Aufgabe), sowie ein neuer Name und ein neues Erscheinungsbild.

Ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach einer neuen Bezeichnung war die unmittelbare Verständlichkeit des Namens auch für Nicht-Christen. Denn Mitarbeitende und Christen begegnete regelmässig Unverständnis bei der Nennung des Namens bei Einsätzen auf Spiel- oder Campingplätzen oder der Verteilung von Schriften mit aufgedrucktem KEB Logo. So stand der Name wiederholt dem eigentlichen Anliegen im Weg.

Unverändert bleibt das Anliegen des Vereins,

Kindern in der Schweiz Jesus Christus bekannt zu machen,

damit sie ihr Vertrauen auf Gott setzen!

 

Wie alles begann… 1950

„Heute kommt die Tante aus Kanada zu uns“, teilte Frau Baumann ihren Kindern mit. Damit war Agnes Martens gemeint, die 1950 als kanadische Missionarin der KEB in die Schweiz reiste. Der Anfang war nicht leicht. Etwa ein Jahr nach ihrer Ankunft erhielt sie die Erlaubnis von der reformierten Kirche in Bern, in Sonntagschulen und in Kindergruppen zu unterrichten. Ihr Dienst wurde immer wieder angefochten. 1980 schreibt Agnes in ihrem Rundbrief, dass Grundschullehrer/innen aus Protest gegen eine Kinderwoche mit der reformierten Kirche im Ort der lokalen Zeitung Unwahrheiten mitteilten. Auch im Radio wurden diese Informationen verbreitet. Über 20 gläubige Lehrer/innen machten sich daraufhin für die Widerrufung der falschen Medienmitteilungen in Zeitung und Radio stark – mit Erfolg.

 

Die erste Lehrstunde

In Bern hatte Agnes ihr erstes Büro. Von hier aus begann sie mit der Arbeit unter Kindern. In der Festschrift von 1975 schreibt Agnes über die Anfangszeit: „Täglich hatte ich eine oder mehrere Kinderstunden zu halten, bis zu sieben pro Woche und meistens extra Einsätze an den Wochenenden.“ Frau L. Nacht und Schwester M. Grimm waren die Ersten in Bern, die eine Kinderstunde übernahmen. Danach folgte die erste Lehrstunde (Ideentreff) am Montag, 21. Januar 1952 mit 12 Teilnehmern. Frau Nacht bezeugt, dass sie in den 19 Jahren, die sie in Bümpliz Kinderstunden hielt, wahrscheinlich an die 800 bis 1000 Kinder unterrichten durfte.

 

Zweigstellen entstehen

Das Nationalkomitee (Mitgliederversammlung) wurde 1954 gegründet und die erste vollzeitige Mitarbeiterin, Frl. Maria Baumann, angestellt. In den Folgejahren entstanden Zweigstellen an folgenden Orten: 1960 in Basel, Zürich und Bern, 1970 in St. Gallen, 1971 in Liestal, 1972 im Zürcher Oberland, 1973 in Winterthur, 1974 in Langenthal, 1980 in Moutier und bis 1990 in Lenzburg und Thun. 2001 kam die Zweigstelle in Buchs dazu. Bis 2010 wurden aus verschiedenen Gründen Zweigstellen geschlossen, verlegt oder zusammengelegt wie z.B. in den Kantonen Zürich, Basel und Bern. Die Zentrale wurde 1956 in den Büroräumlichkeiten in der Junkerngasse 45 in Bern gegründet und ist seither drei mal umgezogen. Zuerst an die Effingerstrasse, dann nach Ostermundigen (1991) und zuletzt wieder zurück auf Stadt-Berner Boden (2003).

 

Verschiedene „Werkzeuge“

1993 entstand durch den engagierten Einsatz von Priska Vuillemin und qualifizierten Technikern unsere Tonbildschau, um die Wichtigkeit der evangelistischen Arbeit unter Kindern aufzuzeigen. 1994 starteten Margrit und Johannes Grieshaber das „Los-mit-Telefon“. Hier können Kinder jede Woche biblische und andere Geschichten hören. 1995 unterrichteten die KEB Mitarbeitenden die ersten ZAK Kurse (Zielorientierte Arbeit mit Kindern) für Mitarbeitende aus den Gemeinden. Ab dem Jahr 2000 ging die KEB mit ihrer ersten Homepage online. In den darauf folgenden Jahren entstand durch die gute Zusammenarbeit mit der KEB Deutschland sowie der KEB Österreich viel neues Material für die Arbeit unter Kindern. 2002 startete der KEB Mailbox-Club – ein Bibelfernkurs für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Und daraufhin auch die verschiedenen Homepages für kinder: www.entdecke-kids.com; www.entdeckerseiten.com; www.teensgeneration.com

 

Der Verein

Viele Menschen haben über 60 Jahre lang ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien treu mitgearbeitet. Ohne ihre Mitarbeit und Unterstützung wäre die Arbeit der KEB unter Kindern nicht möglich gewesen. In dieser Zeit fanden auch zwei Missionsleiterwechsel statt. Arthur und Agnes Hofmann-Martens leiteten die KEB bis im Herbst 1990 und übergaben die Arbeit danach an Wilhelm und Ruth von Reitzenstein. Und im September 2008 übergab Wilhelm die Missionsleitung an Daniel und Karin von Reitzenstein. Von 2005 bis 2007 wurden die bisherigen Organisationsstrukturen mit den beteiligten Personen in vielen Sitzungen besprochen und Schritt für Schritt der heutigen Situation und Zeit angepasst.