Wir trauern um Agnes Hofmann

Die Gründerin und langjährige Leiterin der KEB Schweiz (1950-1990), Agnes Hofmann, verstarb am 17. Juni 2019 in Kelowna, British Columbia Kanada, im Alter von 96 Jahren. Als kids-team (ehemals KEB Schweiz) trauern wir mit den Angehörigen und schauen in grosser Dankbarkeit auf ihr reich gefülltes Leben zurück.

Gekürzte Fassung des Nachrufs von Roy Harrison anlässlich des Gedenkgottesdienstes vom 20. Juni 2019

Agnes Martens war eine der ersten Pionierinnen der KEB-Missionare in Europa. Für den Gründer der Mission, Jesse Irvin Overholtzer, war Agnes die Erhörung seiner Gebete für die Kindermission in der Schweiz. Sie bereiste weite Teile der Schweiz, unterrichtete Kinder, baute Beziehungen zu lokalen Gemeinden auf, bildete Gläubige aus und beteiligte sie an der Kinderevangelisation. 

Während ihres vierzigjährigen Dienstes hinterliess Agnes einen bleibenden Eindruck bei jedem, den sie traf: Sie war eine Hirtin für die verlorenen Schafe und folgte den Fussstapfen des Guten Hirten. In ihrer Treue zum Herrn, zu seinem Wort und zum Werk des Evangeliums ist sie uns allen ein Beispiel. 

Im April 1958 heiratete Agnes Arthur Hofmann und die Arbeit wuchs weiter. Lokale KEB Zweige entstanden in verschiedenen Teilen des Landes. Auch hatten Arthur und Agnes ein grosses Herz für die Evangelisation in anderen Ländern und halfen im Gebet und mit finanzieller Unterstützung. Aus der Schweiz wurden KEB Missionare u.a. nach Italien, an die Elfenbeinküste, nach Österreich, Frankreich, Belgien und Portugal entsandt. Die Hofmanns nahmen eine Schlüsselrolle ein bei der Entwicklung der Arbeit in den kommunistischen Ländern hinter dem „Eisernen Vorhang“.

Nach Beendigung ihres Vollzeitdienstes im April 1991 liess sich das Ehepaar in Agnes‘ Heimatland Kanada in Kelowna nieder. Auch in ihren Ruhestandsjahren beteten sie treu für die Arbeit unter Kindern in Europa. Zum 50-jährigen Jubiläum der KEB Schweiz im Jahr 2000 besuchten die Beiden die Schweiz. Auch nach dem Heimgang von Arthur im September 2005 blieb Agnes der Arbeit in Gebet und mit regem Interesse verbunden. 

Der Herr hat Agnes zu höherem Dienst berufen: „ … und seine Knechte werden ihm dienen und werden sein Angesicht schauen, und sein Name wird auf ihren Stirnen stehen.“  (Offb. 22,3.4).

kids-team wird eigenständig

kids-team Schweiz und kids-team Österreich treten per 30. Juni 2019 aus der internationalen Organisation Child-Evangelism-Fellowship (CEF Inc., www.cefonline.com) aus (zu Deutsch KEB – Kinder-Evangelisations-Bewegung). Dieser Entscheid fiel nach reiflicher Überlegung, einem rund 6-jährigen Gesprächsprozess und wurde im Gebet kontinuierlich begleitet. 

kids-team Schweiz, kids-team Österreich und CEF International teilen nach wie vor dieselbe theologische Glaubensgrundlage wie auch dieselben Ziele, nämlich dass Kinder das Evangelium von Jesus Christus hören, damit sie ihr Vertrauen auf ihn setzen können.

In den letzten Jahren hat sich jedoch herauskristallisiert, dass die Organisationskulturen von kids-team und von CEF International unterschiedlich sind. Dies führte immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten im Hinblick auf das Erreichen der gemeinsamen Ziele. So zum Beispiel bei der Weiterentwicklung unserer Schulungsangebote oder der Erarbeitung geeigneter Literatur für die Evangelisation von Kindern. Wir haben uns daher darauf verständigt, getrennte Wege zu gehen. Wir sind dankbar für den gemeinsam gegangenen Weg und beten, dass Gott unsere Werke weiterhin für viele Kinder zum Segen setzt.

Die Loslösung von CEF International ist primär eine organisatorische Veränderung; an unserem Auftrag und unserer Arbeitsweise der letzten Jahre ändert sich nichts: Die Kinderevangelisation bleibt unsere oberste Priorität. Weiterhin unterstützen wir Christen beim Erreichen von Kindern mit der besten Botschaft der Welt. Unsere regionalen Teams beraten und helfen praktisch mit bei verschiedenen regelmässigen oder einmaligen Freizeitaktivitäten für Kinder. Mit unseren neuen fitfürkidsSchulungsangeboten und der vielfältigen Materialauswahl geben wir gerne Hilfestellungen für die Arbeit unter Kindern. Damit noch viele Kinder ihr Vertrauen auf Gott setzen!

Christopher Hadisaputro (Vereinspräsident, kids-team Schweiz)

Daniel von Reitzenstein (Missionsleiter, kids-team Schweiz)

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: Daniel von Reitzenstein, Missionsleiter und Geschäftsführer, +41 31 330 40 28, hc.maet-sdiknull@nietsneztier.nov.leinad

MuKi-Treff

Autor: Agnes Loebel, erschienen im magazin 03/16

Vor fünf Jahren hat der Herr es geführt, dass wir mit einem Mutter-Kind-Treff in den Räumlichkeiten unserer Gemeinde begonnen haben.
Mit viel Freude und Dankbarkeit blicke ich zurück auf diese wertvolle Zeit, in der ich mit Müttern und ihren Kleinkindern unterwegs sein darf.

Mir ist bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht immer alles verstehen, was erzählt wird, deshalb lassen wir sie die Geschichte erleben. Sie helfen mit, den Gelähmten (eine Puppe mit eingebunden Beinen) zum Haus zu tragen, wo der Herr Jesus ist. Keines der Kleinen möchte es verpassen, sich dann auch selbst auf der Decke dorthin tragen zu lassen und zu wiederholen: «Jesus nimmt Sünden weg, steh auf und spring umher.» Im Gegensatz zu Jona finden sie es lustig, im dunklen Fischbauch zu sitzen. Der Fisch ist ein Tisch, der mit einem dunklen Tuch bedeckt ist, der kullernde Papieraugen und einen grossen Mund hat, wo man reinkriechen kann.

Ein Beispiel, wie man die Schöpfungsgeschichten den Kleinkindern (bis 4 jährig) erzählen und mit ihnen erleben könnte, findest du bei unseren Ressourcen.

Vorschulkinder

Autor: Christina Vonrüti – erschienen im magazin 03/16

Wie Kinder im Vorschulalter lernen, Gott zu vertrauen! Teil 1/2

«Wir haben einen Gott der hilft, gell Mama, Gott hilft immer?» fragt meine knapp 4-jährige Tochter während der Autofahrt vom Gottes- dienst zurück nach Hause. «Ja das stimmt», antworte ich. «Woher weisst du das?» möchte ich gerne weiter wissen. «Das haben wir heute in der Spielgruppe gelernt», antwortet sie. «Schau Mama: Wir (zeigt auf sich selbst) haben einen Gott (streckt die Hände in den Himmel) der hilft (nimmt die Hände zusammen).»

Ich staune! Ist es nicht schön, dass sie weiss, unser Gott ist immer da und bereit zu helfen? Anhand der Begebenheit in der Bibel, wo Jesus den Sohn des königlichen Beamten geheilt hat, hat die Sonntagschul- leiterin diese wichtige Wahrheit den Kindern weitergegeben. Meine Tochter konnte mir die ganze Geschichte nacherzählen, diese wichtige Wahrheit formulieren und für sich selbst annehmen. Dabei handelt es um ein Vorschulkind, knapp 4 Jahre alt, das noch nicht einmal den Kindergarten besucht. Zusammen mit anderen 2,5 – 4jährigen lernt sie jeden Sonntagmorgen Wahrheiten aus Gottes Wort anhand Bib- lischer Geschichten.

Ich werde oft mit der Frage konfrontiert: «Verstehen diese Kleinen überhaupt, worum es geht?» Das ist eine berechtigte Frage. Ab wann sollen wir überhaupt damit beginnen, ein Kind zu lehren?
Gottes Wort zeigt uns an verschiedenen Stellen, wie wichtig das frühe Unterweisen von Kindern ist. Kinder sollen möglichst jung das Evan- gelium von Jesus Christus hören und ihm vertrauen lernen.

In Sprüche 22,6 lesen wir: «Gewöhne den Knaben (und das Mädchen) an den Weg, den er gehen soll, so wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird.» Was für eine Verheissung!

Das Leben von Mose ermutigt uns dazu: Seine leibliche Mutter lehrte ihn in seinen ersten Lebensjahren. Er wurde danach im Palast des Pharao erzogen und in allen Weisheiten Ägyptens unterwiesen. Durch Glauben aber lehnte er das alles ab (Hebräer 11,23-28).

Wir haben vor Gott die Verantwortung, auch die sehr kleinen Kinder zu lehren und zu unterweisen im Wort Gottes. Der Heilige Geist ist der Wirkende, der jedem Menschen – auch den kleinen Kindern – Veränder- ung im Leben schenkt!

Vorschulkinder 2/2

Autor: Christina Vonrüti – erschienen im magazin 03/16

Wie Kinder im Vorschulalter lernen, Gott zu vertrauen! Teil 2/2

Vorschulkinder sind Spieler

Kleine Kinder brauchen Raum und Zeit um zu spielen. Das Spiel ist nicht einfach eine Betäti- gung, sondern es ist notwendig für ihre Entwick- lung. Sie brauchen dafür eine Vielfalt von Aktivi- täten wie Rollenspiele und Bewegungsspiele. Die Biblischen Geschichten bieten viele Aktivitäten, die ein Kind dieses Alters nachspielen kann: Wir fischen zusammen mit Andreas und Petrus, kochen mit Martha und Maria, wir suchen Jesus zusammen mit Maria und Josef, usw. Darum überspringe die spielerischen Aktivitäten nicht, sondern integriere sie in die Biblische Lektion, während du erzählst.

Vorschulkinder sind neugierig

Kleine Kinder stellen viele Fragen, beobachten und lernen die ganzen Zeit. Selbst dann wenn wir meinen, sie seien abwesend. Sie lernen durch ihre Sinne. Sie nehmen das Gesagte wörtlich an. Darum verwende eine einfache Sprache, benut- ze klare Worte, die genau ausdrücken, was du meinst. Benutze verschiedenen Methoden und Materialien, um alle 5 Sinne anzuregen: unter- schiedliche visuelle Hilfsmittel, Bilder, Essen aus der biblischen Zeit, ein Parfum, das wie eines der Geschenke der Weisen riecht, Dinge zum Anfassen usw.

Vorschulkinder sind selbstzentriert

Die Welt von kleinen Kinder dreht sich um sich selbst und um ihre Bedürfnisse. In dem Alter fehlt das Gruppenempfinden noch. Darum vermeide den Wettbewerb. Baue dafür Aktivi- täten ein, die jedes für sich selber machen kann. Belohne die individuelle Anstrengung. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie allmählich auch das Teilen zu lehren.

Vorschulkinder reagieren auf deine Zuwendung

Kleine Kinder suchen deine Aufmerksamkeit, möchten dir gefallen. Sie möchten wahrgenom- men werden, sie brauchen Liebe und Geborgen- heit. Biete ihnen Sicherheit, indem du Elemente in der Stunde einbaust, die immer gleich bleiben: ein Anfangskreis, das gleiche Willkommenslied, ein immer ähnlicher Ablauf der Stunde. Bleibe dabei aber sensibel auf die Reaktion der Kinder und genug flexibel, bei Bedarf etwas spontan zu ändern.

Vorschulkinder glauben einfach

Kleine Kinder akzeptieren eifrig biblische Wahr- heiten und sind bereit sie zu glauben. Formuliere die biblischen Wahrheiten mit einfachen Worten und lehre sie anhand der Biblischen Lektion, eines Liedes oder eines einfachen Bibelverses. Kinder dieses Alters glauben ohne Vorbehalt alles, was du sagst. Ihre Aufnahmebereitschaft ist nicht selektiv, sie nehmen alles auf. Wenn wir an das Gleichnis Jesu vom Sämann denken (Matthäus 13,1-9.18-23) dann können wir sagen, dass Kleinkinder das Musterbeispiel für Aufnah- mebereitschaft sind – der gute Boden. Wenn sie schon die besten Voraussetzungen haben, um im Glauben zu wachsen und Frucht zu bringen, ist es doch unsere Verantwortung, das wahrzunehmen und sie zu lehren!

Es ist eine wichtige Aufgabe, eine grosse Ver- antwortung und ein Vorrecht, Kinder in dieser Altersstufe begleiten zu dürfen. Darum erzähle ihnen die Wahrheit – Gottes Wahrheit!

kleine kids – Gratis Programmentwürfe

Die Produktionslinie kleine kids beinhaltet Programmentwürfe für Sonntagsschule und Kinderstunden für Vorschulkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren.

Die laufend neu erscheinenden Sets inkl. Bilder sind ab SOFORT gratis im Download erhältlich unter www.kleinekids.ch

Spezialitäten dieses Produkts

  • Eine Ankommenszeit hilft den Kindern, sich auf das Programm einzustimmen.
  • Die Geschichten sind so aufbereitet, dass eine einfache Wahrheit über Gott oder Jesus gelehrt werden kann. Die im Geschichtenblock eingeflochtenen Aktivitätsideen helfen, die kurze Konzentrationsdauer der Vorschulkinder zu verlängern.
  • Unter dem Bereich Programmbausteine finden Sie eine Auswahl altersgerechter Bastel- und Spielideen, passend zu den Geschichten.

In jedem Jahr werden die kleine kids über wichtige Grundwahrheit gelehrt.

  • Gott (Eigenschaften, sein Wirken, …)
  • Gottes Sohn, Jesus (Eigenschaften, sein Werk, Heil …)
  • Glaubensleben (Gebet, Gemeinschaft, Vertrauen, …)

2018 erscheinen die BibelSets: Schöpfung, Sündenfall-Noah, Jesus Gottes Sohn (Weihnacht), Jesus sein Wirken.

 

Verlorene Münze

Dieses ThemenSets von kids-team ist besonders für Kinder geeignet, die ohne oder mit wenig christlichem Hintergrundwissen aufwachsen. Das Programm soll Sie dabei unterstützen, für die Kinder einen positiven Anknüpfungspunkt zum christlichen Glauben zu schaffen. Dies wird erreicht durch zeitgemässe Methoden und kreative Vermittlung von biblischen Wahrheiten über Gott, die Bibel und den Menschen. Die biblischen Wahrheiten werden durch ins Programm integrierte, kurze Inputs weitergegeben.

Zum Inhalt: Während einer Schatzsuche entdecken, erforschen und begreifen die Kinder eine Wahrheit des christlichen Glaubens aus dem Gleichnis in Lukas 15,8-10 (Verlorene Münze). Sie werden dabei durch eine Leitungsperson begleitet. Deren Aufgabe besteht darin, das Verständnis dieser Wahrheit durch zusätzliche Lehre zu ergänzen und den Bezug zum Leben der Kinder herzustellen. Unter dem Bereich Programmbausteine wird eine Auswahl altersgerechter Kreativ- und Aktivideen vorgestellt. Ergänzt wird das Set durch Vorschläge für die Dekoration und einen passenden Imbiss zur Gestaltung einer Geburtstagsparty.

Das ThemenSet eignet sich idealerweise für einen Anlass oder eine Geburtstagsparty für Kinder im Alter von 7-10 Jahren und einer Gruppengrösse von 4-8 Kindern.

Zum Produkt im Shop

ERZÄHLZEITung

ERZÄHLZEITung – was ist das?

Mit der ERZÄHLZEITung nutzen Sie einen interaktiven Zugang, um mit ihren Kindern ein Thema zu erarbeiten. Sie setzen sich mit einer kleinen Gruppe von 3-4 Kindern um die Zeitung (z.B. als Familie) oder teilen die Kinder in mehrere Gruppen auf mit jeweils einer Zeitung. Gehen Sie mit den Kindern durch den Pool an Gestaltungselementen (Artikel, Bilder, Rätsel, Spiele, etc.). Die Zeitung liefert den Leitfaden für das Programm. Als Mitarbeiter lesen Sie einzelne Artikel oder nutzen Schlagzeilen und Bilder als Erzählanlass und sprechen mit den Kindern darüber. Das Kinderheft (DIN A5 Format) dient als Vertiefung oder als Einzelarbeits-Element.

Erzählzeitung „Die Schrift kommt zu den Saliba“

Hast du Lust auf eine Reise ans andere Ende der Welt? Gemeinsam mit Familie Oetzel geht es zu den Saliba, einem Volk mit einer unbekannten Kultur und ohne eigene Schrift. Du wirst erfahren, wie Familie Oetzel und die Saliba Freunde wurden. Was sie voneinander gelernt haben und wie es dazu kam, dass die Saliba nun eine Bibel haben und zwar in ihrer eigenen Sprache. Diese Erzählzeitung eignet sich sehr gut, um Kindern zu zeigen, wie sehr Gott alle Menschen liebt und was er tut, um fremde Menschen zu (be)suchen. In Kindertreffs und Familien vielseitig einsetzbar. Zum Shop!

Die Wichtigkeit der Elternkontakte

Autor: Damaris Hadisaputro – erschienen im magazin 02/18

Das Programm der Kinderstunde ist fertig, die Kinder sind verabschiedet, im Kinderstundenraum herrscht Chaos und am liebsten würde ich mich zuerst einmal einfach ein wenig ausruhen. Doch meine Präsentszeit ist noch nicht um. Nun beginnt der zweite Teil der Kinderstunde: das Gespräch mit den Mamis und Papis, die ihre Kinder abholen kommen…

Als Mami von vier Kindern weiss ich, wie wichtig es ist, dass ich jetzt noch ein paar Worte mit den Müttern bzw. Vätern rede. Sie möchten nämlich gerne wissen, wie ihr Kind sich benommen hat, was gemacht wurde und ob sie vielleicht auch etwas unterstützend beitragen können. Vielleicht wollen sie aber auch einfach die Person näher kennenlernen, zu der sie ihr Kind geschickt haben. Gerade heute ist es vielen Eltern sehr wichtig, dass sich ihre Kinder an Orten aufhalten, an welchen ihre Kinder ernst genommen werden. Orte, wo sie gefördert und in ihrer Entwicklung weitergebracht werden. Diesem Bedürfnis wollen wir entgegen kommen.

Die geistliche Unterweisung der Kinder liegt grundsätzlich in der Verantwortung derEltern.

Doch egal, ob sich Mütter und Väter stark für die Aktivitäten ihrer Kinder interessieren oder nicht, es sind sie als Eltern, die in der Hauptverantwortung der Erziehung und insbesondere der geistlichen Prägung stehen. In 5. Mose 11,19a fordert Mose die Eltern auf: «Bringt die Gebote auch euren Kindern bei! Redet immer und überall davon.»

Falls Eltern diesen Auftrag nicht wahrnehmen, liegt es an uns, Kinder zu lehren. (vgl. dazu 5. Mose 31, 13a). Dadurch wird jedoch die Verantwortung der Väter und Mütter ihren Kindern gegenüber nicht aufgehoben. Deshalb ist es – gerade wenn wir an Elternstatt die Kinder über Gott lehren – ausserordentlich wichtig, dass wir den Kontakt zu den Eltern suchen. Alles was wir für das Kind tun, sollte in Unterstützung zum Elternhaus geschehen.

Wie sieht ein gelebter Elternkontakt konkret für uns aus?

Wir müssen uns immer wieder unserer Stellung in Bezug auf das Kind bewusst sein: Niemals können wir den Platz eines Elternteils einnehmen. Vater und Mutter tragen grundsätzlich immer eine grössere Verantwortung. Deshalb ist in der Arbeit mit Kindern die Beziehung zu den Eltern fast genauso wichtig wie die Beziehung zum Kind.

Im Kontakt mit den Eltern geht es zunächst um den Aufbau einer Vertrauensbeziehung. Dies wird ihnen helfen, uns ihr Kind anzuvertrauen. Genauso wichtig ist es aber auch, dass wir mit den Eltern im Gespräch sind über ihr Kind. Dies wird nicht nur uns, sondern auch ihnen helfen, eine ganzheitlichere Sicht auf ihr Kind zu erhalten (persönliche Ebene).

Daneben wollen wir die Eltern aber auch darüber informieren, was geistlich weitergegeben wird. Wenn die Eltern ebenfalls an Gott glauben, dann ist diese Information eine wichtige Hilfe, damit sie das Gelehrte mit dem Kind zu Hause weiter vertiefen können.

Wenn die Eltern nicht gläubig sind, kann sich dadurch eine geniale Möglichkeit ergeben, ihnen vom Glauben weiterzuerzählen (geistliche Ebene).

Die Intensität des Elternkontakts hängt natürlich vom Alter des Kindes ab. Je jünger ein Kind, desto stärker muss in diesen Elternkontakt investiert werden.

Insbesondere im Vorschulalter muss das Kind in der Ablösungsphase weg von den Eltern hin zu uns als neue Bezugspersonen gut begleitet werden. Besonders ängstliche Kinder benötigen sogar noch im Schulalter in diesem Übergang unsere Unterstützung. Neben dem Alter des Kindes hängt die Qualität des Elternkontakts auch von deren Bereitschaft ab, sich zu investieren. Durch das Schaffen von geeigneten Gefässen können wir den Eltern den Kontakt zu uns erleichtern.

Formen, auf welche Weise man Elternkontakte pflegen kann, gibt es viele:

  • ein kurzer Schwatz nach dem Programm
  • ein Elternabend, bei dem man über das laufende Programm informiert
  • ein Elternkaffee, dass parallel oder im Anschluss ans Kinderprogramm angeboten wird
  • ein Event, an dem die Eltern mit am Kinderprogramm teilnehmen können
  • Einsetzen von Müttern und Vätern für verschiedene Programmelemente wie Basteln, Zvieri, Spiele usw.

Ich hoffe, Sie werden inspiriert, die eine oder andere Form in Ihrer Arbeit umzusetzen. Lassen Sie sich von Gott führen, um einen für Ihre Situation passenden Weg zu finden.

Beispiele, wie Elternkontakte konkret gefördert und gepflegt werden können, lesen Sie in unserem neusten magazin_02-2018_Elternkontakte

kids-team Schulung «fit für kids»

Mit der modularen Jahresschulung bieten wir eine umfassende und kompakte Schulung, um sich für die Arbeit unter Kindern der Altersstufe 6 – 12 Jahre fit zu machen. Jedes der fünf praxisorientierten Module ist in sich abgeschlossen, so dass auch die Teilnahme an einzelnen Modulen als Themenseminar problemlos möglich ist. Weiter Informationen…